Thursday, February 28, 2008

Aberrationen

Ich bemühe mich ja weiterhin, meine Ernährung gesund und in Massen zu gestalten. Ich bin wie gesagt nun im Besitz eines Topfes und einer Pfanne. In der Regel spielt in der Küche folgendes ab: ich beschliesse, Dinge einfach zu halten und fülle den Topf mit Wasser und Kartoffeln und setze ihn auf. Dann geh ich kurz irgendwas anderes erledigen. Irgendwann dringt ein Geruch wie Lagerfeuer und Erntezeit an meine Nase und ich finde bei der Nachforschung einen sehr heissen und wasserleeren Topf mit Kartoffeln in der charakteristischen schwarzen Kruste.
Heute dachte ich mir, dass das wohl noch zu kompliziert war für mich und verschte mich an einem Fertiggericht (Iglo Fisch irgendwas). Einfüllen, erhitzen, umrühren, fertig. Ich ging noch kurz was erledigen und der Geruch aus der Küche war bei verbrannter Sahne-Fischmasse deutlich unangenehmer als bei den Kartofeln. Wieder was gelernt.
Immerhin, Eis und Schokolade immer noch widerstanden.
Aber Not macht ja erfinderisch und in Ermangelung von Schokolade und Eiscreme bin ich inzwischen grosser Anhänger meiner jüngsten Kreation geworden, ich teile das mal mit der Öffentlichkeit:

Quark oder Frischkäse mit Kinako (geröstetes Sojamehl), Salz, Ahornsirup und schwarzem Sesam vermischen. Ganz dick aufs Brot schmieren und essen.
Befriedigt mindestens 6 verschiedene Bedürfnisse auf einmal.

Ich hab ja mit der Kreation von Speisen kein Problem, im Gegenteil. Aber das Warten an Herd....das Warten....
vielleicht ist die Geduld eine der Tugenden, der ich ein paar Tage dieser Fastenzeit widmen sollte.

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Saturday, February 23, 2008

Neue Wege gehen in der Fastenzeit

Das mit dem "nur drei Mahlzeiten am Tag und stattdessen mehr arbeiten" hat ja nur bedingt funktioniert....nach wenigen Tagen verlangte die Zwischenmahlzeit energisch Wiedereintritt in mein Leben.
Ich bin zwar jetzt wieder bei drei Mahlzeiten, allerdings gehen diese quasi überganslos ineineander über, unterbrochen eigentlich nur von ein paar Stunden unruhigen Schlafes. Ich glaube ich brauche eine Ernährungsberatung, oder einen Maulkorb.
Jedenfalls bin ich auf eine neue kreative Art der Zeitvergeuding gestossen:
Die Weiterbildung.
Letzte Woche war's wie gesagt Tango. Dieses und nächstes Wochenende ein Intensivkurs in php/mysql (falls jemand in nächster Zeit einen webstore oder ähnliches braucht, er möge sich vertrauensvoll an mich wenden).
32 Stunden Pankow.
Es begann Freitag nacht und es lohnte sich kaum für die paar Stunden Pause nach Mitte zurückzufahren. Um 9 Uhr Samstag morgen ging es zügig weiter.
Erschwerend kommt hinzu, dass unser Lehrer völlig bedürfnislos ist. Möglichxerweise ist er ein Androide, oder vielleicht auch nur magersüchtig. Jedenfalls unermüdlich. Und das eine Mal, dass er verschwand um auf Toilette zu gehen könnte ein Manöver gewesen sein, seine Androidenhaftigkeit zu vertuschen.
Ich hielt mich aber tapfer wach indem ich regelmässig Fragen stellte, deren Beantwortungszeit jedoch in keinem Verhältnis zu ihrer Relevanz standen. Also liess ich es irgendwann wieder.

Am Anfang war ich noch sehr verwirrt, denn der Lehrer meinte, mann müsse auf alle Fälle erst mal Horst und Clyde kennen. Sonst ginge gar nichts.
Ich kannte weder Horst noch Clyde und wollte schon geknickt den Raum verlassen, als der Lehrer an die Tafel die erhellenden Worte "host" und "client" schrieb.
Interessant, in meiner Familie behandeln wir das Denglische ganz anders: Wir behalten die Aussprache weitgehen bei und passen lediglich die Grammatik an.
Aber nach dieser Erkenntnis konnte ich mich auch mit Ärreehs und "up chicken" anfreunden, wobei letzteres wohl tatsächlich ein Witz war...

Ich hatte mal ein ähnliches Problem in einem Yogakurs, wo ein Amerikaner in Deutschland der Meinung war, Deutsche würden ihn sicher verstehen, wenn er nur alles "deutsch" ausspricht: Du rollsd forwards das Shoulters!
Auch das war eine Ansage, die bei mir erst nach eingehender Betrachtung meiner Nachbarn klickte.

Naja, so haben wir alle unsere Variationen.

Jedenfalls ist es schön nach 7 Stunden am PC wieder am eigenen Laptop zu sitzen. Das wird noch ein böses Ende nehmen mit mir. Am besten ich ess erstmal was.

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Sunday, February 10, 2008

Geständnisse

So. Ich hab zwar kein Eis und keine Schokolade gegessen...aber das mit nur drei Mahlzeiten am Tag ist zwar sinnvoll, aber irgendwie werden es heute mindestens 4 werden....
Vielleicht ernähre ich mich einfach zu gesund gerade, davon wird man ja nicht satt!

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Wednesday, February 06, 2008

Erste Erfolge

Bis jetzt kein Eis, keine Schokolade und weniger unkontrolliert ernährt. Dafür stand ich ca 5 Stunden in diversen Buchhandlungen auf der Suche nach dem richtigen Roman für den heutigen Tag. Ich zog in Erwägung Tristan. von Thomas Mann, aber das schien mir wie ein Mini Zauberberg und auch zu kurz. Mein Name sei Gantenbein wollte ich auch schon immer mal lesen, aber das erschien mir dann eventuel zu sehr im letzten Jahrhundert verhaftet (nur so ein Gefühl). Die Harzreise wäre sicher super, aber steht bei meinen Eltern mehrfach rum. Walsers Angstblüte. ist bestimmt für alte Männer gedacht und Rosendorfer ist zwar sehr unterhaltsam, aber vermisst eventuel den intelektuellen Anspruch den ich brauche um die Ausgabe zu rechtfertigen.
Junge deutsche Autoren wollen immer irgendwie provokativ rüberkommen, aber auf die langweilige coole Art. Öder geht es meist nicht.
Schliesslich wurde es alsoJustiz. von Dürrenmatt. Hab ich glaub ich schon gelesen, aber in dem Fall schadet das sicher nicht....

Fazit Aschermittwoch: Weniger Zeit mit Essen vergeudet. Ab morgen kommt dann der Teil, wo die Zeit in Arbeit umgewandelt wird.

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