Aberrationen
Ich bemühe mich ja weiterhin, meine Ernährung gesund und in Massen zu gestalten. Ich bin wie gesagt nun im Besitz eines Topfes und einer Pfanne. In der Regel spielt in der Küche folgendes ab: ich beschliesse, Dinge einfach zu halten und fülle den Topf mit Wasser und Kartoffeln und setze ihn auf. Dann geh ich kurz irgendwas anderes erledigen. Irgendwann dringt ein Geruch wie Lagerfeuer und Erntezeit an meine Nase und ich finde bei der Nachforschung einen sehr heissen und wasserleeren Topf mit Kartoffeln in der charakteristischen schwarzen Kruste.
Heute dachte ich mir, dass das wohl noch zu kompliziert war für mich und verschte mich an einem Fertiggericht (Iglo Fisch irgendwas). Einfüllen, erhitzen, umrühren, fertig. Ich ging noch kurz was erledigen und der Geruch aus der Küche war bei verbrannter Sahne-Fischmasse deutlich unangenehmer als bei den Kartofeln. Wieder was gelernt.
Immerhin, Eis und Schokolade immer noch widerstanden.
Aber Not macht ja erfinderisch und in Ermangelung von Schokolade und Eiscreme bin ich inzwischen grosser Anhänger meiner jüngsten Kreation geworden, ich teile das mal mit der Öffentlichkeit:
Quark oder Frischkäse mit Kinako (geröstetes Sojamehl), Salz, Ahornsirup und schwarzem Sesam vermischen. Ganz dick aufs Brot schmieren und essen.
Befriedigt mindestens 6 verschiedene Bedürfnisse auf einmal.
Ich hab ja mit der Kreation von Speisen kein Problem, im Gegenteil. Aber das Warten an Herd....das Warten....
vielleicht ist die Geduld eine der Tugenden, der ich ein paar Tage dieser Fastenzeit widmen sollte.
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