Saturday, April 26, 2008

Schönheit


Ein interessanter Artikel zum Thema: "Wie man besser nicht operiert". Mit interessanter Photostrecke von Stars früher und heute, kommentiert von einem Chirurgen (es handelt sich bei den Beispielen nicht um seine Patienten).
Manche schaffen es tatsächlich ohne sichtbare Operationen schön zu altern. Diane Keaton zum Beispiel. Andere können einem Angst machen.

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Friday, April 25, 2008

Arbeit

Neulich bewarb ich mich auf eine Anzeige für irgendeinen Modeling gig. Ich mach das manchmal, und ab und zu kommt auch was dabei raus. Ich schickte also photos und Lebenslauf und wurde prompt angerufen. Stellte sich heraus, der Arbeitgeber suchte nicht nur Models, sondern auch ein ganzes Produktionsteam. Und er fand meinen Lebenslauf sehr beeindruckend. Wirklich beeindruckend. Er wolle unbedingt mit mir über das Projekt reden.
Sehr schön, denkt man sich. Wir trafen uns also, wobei er leider Rosenthaler Platz und Rosa-Luxemburg Platz verwechselt hatte. Aber das kann schon mal passieren, wenn man zwischen den beiden wohnt. Und ich bin ja mobil. Dann erklärte er mir lange sein Projekt. Es schien sich um eine Art Langfilmvariation eines Werbespots für seine Person, bzw. seine Tätigkeit zu handeln. Das Konzept war simple: ihn einen Abend lang filmen.
Auf Fragen nach Story, Inhalt, Zeitplan etc. ging er zunächst nicht ein. Sondern erzählte von all den Leuten, die am Projekt interessiert seien.
Ich fragte dann mal wozu er mich bräuchte. Es stellte sich heraus, dass er mich für den geeignetsten Kandidaten hielt, das Projekt durchzuführen.
Wie schön!
Ich fragte nach der Finanzierung. Da wurde er ungehalten.
"Ich hab's echt satt, jeder sagt das Gleiche! Ich will professionelle Leute, die das einfach machen! Nicht immer nur rumreden, einfach machen!!"
Ich empfahl die Leute einfach zu bezahlen.
"Ich krieg doch auch nichts!" war das Gegenargument.
Ich empfehl Studenten zu suchen.
"Ich will Profis!"
Tja, es tat mir leid, ihm in diesem Fall nicht weiterhelfen zu können und mich der rauhen Masse der halbwegs Professionellen anzuschliessen, die an zweifelhaften Projekten anderer Leute nur gegen Bezahlung arbeiten. Man arbeitet unbezahlt dann doch lieber an den eigenen Projekten.
Nunja, ich werde das Programm der nächsten Berlinale mal nach diesem Film durchsuchen. Denn das erstaunlichste war eigentlich seine unerschütterliche Zuversicht. Muss sein erstes Filmprojekt sein.

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Saturday, April 12, 2008

No Country For Old Men

Habe gestern No Country for old Men gesehen. Danach wilde Träume mit Vietnam Veteranen und verpassten Fluzeugen (die Flugzeuge hab ich dazugeträumt). Obwohl ich den Coen-brothers nicht unkritisch gegenüberstehe muss ich sagen, den Film kann man sich anschauen. Das ist quasi ein Lob. Ausgezeichneter Psychopath!

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Happyness

Neulich gab es eine Diskussion zum Thema Glück. Das wird ja viel diskutiert in letzter Zeit, Wissenschaftler wissen immer mehr darüber, was glücklich macht und überhaupt. Vor allem, so schein es, ist Glücklichsein genetisch veranlagt. Jeder Mensch hat einen bestimmten individuellen Glückspegel. Das sind für Leute wie mich schlechte Neuigkeiten. Denn da kann man ja nicht allzuviel ändern. Besagte Diskussion jedenfalls schien zwischen Leuten wie mir stattzufinden. Jedenfalls bezweifelten wir zuerst die Richtigkeit der Forschungsergebnisse (was sind schon statistiken). Dann fanden wir Gründe dafür, dass selbst unter der Annahme der Richtigkeit der Ergebnisse immer noch Ausnahmen und nicht untersuchte Abweichungen auftreten könnten. Schliesslich vertrat einer die Einstellung, dass Glücklichsein in unserer Gesellschaft ohnehin völlig überbewertet wird. Was bitte ist denn der Nutzen von Glücksgefühlen? Und schliesslich: wie, bitteschön, ist denn Glück überhaupt definiert?
Die Beteiligten liessen die Diskussion an etwa dieser Stelle tiefbefriedigt ruhen.

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Kunst-Werke

Wollte gerade zum "kostenloser Eintritt und kostenloses Abendessen" Event der KW gehen, aber wegen Überfüllung der Räumlichkeiten wurden etwa 200 Besucher nicht durchgelassen. Ehrlich gesagt, wenn ich weder rein noch rauskomme verzichte ich freiwillig. Hab dann Abendbrot bei Lidl bekommen. Fast kostenlos. Wie gesagt, Kunst ist offenbar superpopulär, vor allem mit frei-drinks und frei-essen!
Ich geh stattdessen zu einer *party* party mit Sue's Band. Trefft mich dort!

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Sunday, April 06, 2008

Faust

Der Faust ist, um darauf nochmal zurückzukommen, ein wunderbares Werk und ich lese den Teil 1 seit fast 20 Jahren immer wieder mit grossem Vergnügen. Es gibt wohl Leute, die sich abgeschreckt fühlen, weil es sich um so einen Megaklassiker handelt. Aber das ist in diesem Fall auch völlig gerechtfertigt, also das mit den Klassiker. Nicht das abgeschreckt sein.
Wer gar keine Zeit hat kann sich das Ganze ja auch im Theater ansehen (es ist ja ein Stück) oder auch auf Video. Ich habe die Inszenierung von Gründgens und die von Dorn in guter Erinnerung!

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Denglisch

Immer, wenn ich im Alexa die Durchsage bezüglich "Rauchfreies Center" höre, frage ich mich, ob die Französische Durchsage genauso lächerlich ist wie die Englische. Das Lächerliche liegt nicht nur an dem seltsam konstruierten Akzent der Stimme, das könnte ja noch charmant sein. Aber wenn es am Ende heisst: "Thank you for your comprehension" frage ich mich jedesmal, ob sie einen Internetübersetzungsprogramm zu Rate gezogen haben oder welcher Praktikant da herhalten musste....

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Schweden

Bin Laden sprach in seiner letzten Ansprache von Freiheit und nahm Schweden als Beispiel:
"let him tell us why we did not attack Sweden". Interessanterweise scheint er als 14 Jähriger viel Freude auf einem Schweden Urlaub gehabt zu haben:

Erstaunlich wie bunt, modern, wenig repressiv und westlich seine Familie auf dem Photo erscheint. Der Junge auf dem Photo ist zwar vermutlich nicht Osama, sondern sein Halb-Bruder...trotzdem, der Urlaub scheint einen guten Eindruck hinterlassen zu haben. War die Familie auch mal in Deutschland?

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Saturday, April 05, 2008

Samstag abend

Samstag abend und ich bin zuhause. Allein.Das habe ich nur mir selbst zuzuschreiben. Ich könnte diverse Veranstaltungen aufsuchen oder jemanden anrufen oder sowas. Stattdessen hab ich mir gerade Faust
gekauft und wahrscheinlich werde ich den Rest des Abends Teil 1 deklamieren...bevor ich dann zu Faust 2 übergehe, den ich schon x-mal für irritierend und weinerlich befunden habe. Aber vielleicht muss man da einfach älter sein um den zu schätzen. 80 oder so.
Auch im Theater kam er ja nicht so gut an, höre ich, wobei die Massenflucht ab der Inszenierung gelegen haben mag.
Aber warum nur bin ich nicht so sozial wie die anderen Berliner meines Alters, die doch, laut zitty, rocken und flirten und feiern? Irgendwas stimmt da nicht.

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Kunst, noch mehr davon

Heute war ich auf einem Event bei Julius Werner:
Crack in Space, von Ivan Seal. Eine Installation im Keller, die mich sehr paranoid machte, denn das Ganze schien mir eine Falle zu sein. Man versichterte mir wiederholt, dass es sich nicht um eine Falle handle. Aber es waren überall Fäden gespannt in die man versehentlich laufen könnte, Stühle mit fehlenden Beinen auf die man sich setzen könnte. Und das alles im Halbdunkel. Andererseits spricht vielleicht hier nur die Paranoia des stark Kurzsichtigen.
Julius Werner Gallerie jedenfalls fast immer lohnend, sollte man hier mal erwähnen.

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Kunst Alarm!

Es begab sich, dass ich zum VIP Opening Event der Berlinale eingeladen wurde. Die Räumlichkeiten waren sehr schön berliner loft style mit screensaver Projektionen in Punkt und Strichform. Im VIP Bereich war es auch verhältnismässig warm, aber nur im Vergleich zu draussen. Industrielle Gewölbe lassen sich wohl nicht so gut heizen.
Es ist erstaunlich, wie viele VIPs es gibt. Und noch erstaunlicher, dass sie einander gar nicht zu kennen scheinen. Eine extreme VIP Zersplitterung war zu beobachten, zaghafte mingle-Versuche auch. Sehr Berlin, das Ganze.
Als es aber immer voller wurde und man sich bereits schiebend und drängend im Zeitlupentempo durch die Menge kämpfen musste erkannten wir, dass es Zeit wurde zu gehen. Und keine Minute zu früh stellte sich draussen heraus: Es standen noch ungefähr dreimal soviele Leute draussen an wie bereits drinnen waren. Der VIP event war nämlich vorbei und das gemeine Volk (mit gemeiner Einladung) wurde durchgelassen.
Kunst ist erstaunlich beliebt heutzutage, besonders mit Frei-Drinks.

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