Thursday, October 25, 2007

Hollywood

Gestern hatte ich eine Diskussion über Hollywood, bzw über LA. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erkannte ich irgendwann den Reiz dieses völlig künstlichen Areals, diesen Ortes völlig ehrlicher Täuschung und Illusion. Hollywood Filme, so erkannte ich, sind keineswegs realitätsfern sondern zeigen einfach nur das ganz gewöhnliche Leben der Stadt.
Diese Stadt dürfte gar nicht da sein, es ist eine Wüste in die Wasser geleitet wurde (man erinnere sich an den wunderbaren Film Chinatown). Das Licht ist unglaublich intensiv, es lässt bei Künstlern und Produzenten den Grössenwahnsinn wachsen.
Die Menschen, die dort leben, dürften nicht so perfekt sein und nicht ewig jung. Die kollektive Lebenslüge wird als solche gar nicht wargenommen, denn etwas anderes gibt es nicht, und in sie ist bestens eine tiefe und ernste Wahrheit integriert.
Das Autofahren und der Verkehr sind allerdings ein Problem, besonders für führerscheinlose Blinde wie mich. Dennoch, ich halte den Ort für unterschätzt. Aus Sehnsucht besorge ich mir irgendwie Natanael Wests Tag der Heuschrecke. Ein Hollywood-Roman und Miss Lonelyhearts, wenn ich mich recht erinnere hat keiner die Stadt besser beschrieben. Berlin hingegen ist gerade so kalt und dunkel und so verlogen in verletzender Ehrlichkeit, man wird ganz schwermütig....

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1 Comments:

Claudia said...

Hollywood versus Berlin -

Ich hätte noch eine Kleinstadt zu bieten und außerdem eine Industriestadt der reizlosen Art.
Aber der Winter, der ist noch nicht richtig eingetreten.
Es fehlt der Flaum, der Schnee, die klirrende Kälte, das sanfte Licht - und tausend andere Sachen.

Aber die Luft ist klar
und alle guten Wünsche
finden den Weg
wenn's sein muss
bis nach
Hollywood!

9:43 PM  

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