Wednesday, August 30, 2006

Deutsche Post

Es klingelte, ich fragte gegensprecheanlagig wer da sei. Post! Ich öffnete und sah auch vom Fenster aus etwas gelbes in den Hausflur gehen. Weiter passierte nichts. Als ich etwas später den Briefkasten öffnete fand ich dort einen Benachrichtigungsschein, ich solle ein Einschreiben abholen kommen ("heute jedoch nicht").
Erinnert mich fast an NY, UPS hat überhaupt nie den Versuch unternommen rauszufinden ob im 5. Stock jemand da ist.
Immerhin lässt die Deutsche Post das Einschreiben nicht mitten auf der Bowery liegen.

Musik

Ich höre gerade Holy Smokes von Aesop Rock und es handelt sich mit Sicherheit um einen der besten songs des Jahres, mindestens. Ich bin schon seit längerer Zeit bei jedem hören hocherfreut.

Stechmücken Tod

Auf meinem Fensterbrett liegen mehrere abgezehrte und tote Stechmücken. Ich kann mich nicht Erinnern in diesem Jahr auhc nur eine einzige Mücke gehört zu haben....offenbar ziehem sie den Hungertod meinem Blut vor. Ich sollte das den Leuten im Fitnessstudio erzählen.

Monday, August 28, 2006

Springbrunnen

Den Springbrunnen vor dem KaDeWe betrachtend fiel mir auf, dass die Schaumkronen desselben ganz furchtbar pissgelb waren. Ich vermutete die Verantwortlichkeit bei den getönten Gläsern meiner sehr coolen H&M Sonnenbrille und nahm sie ab. Immer noch pissgelb. Hab ich in der Form vorher noch nie gesehen....

Sunday, August 27, 2006

Architektur

Samstag abend war ich auf einer Vorlesung in der Wissenschaftsakedemie Berlin, wo Momus einen hochinteressanten Vortrag über die Architektur des Schlosses in Howl's Moving Castle hielt. Aufschlussreich insbesondere, was sich Japaner unter Europa vorstellen. Also quasi: Das Heidi ist immer und überall.
Der Leistungsnachweis, den ich erhalten habe, gilt angeblich an allen deutschen Hochschulen. Ich hoffe das gilt auch für das Institut für Slavistik.
Danach im Trailerpark den Wolkenbruch abgewartet. Die sind ja gerade sehr zahlreich. Ein so schönes Wort, Wolkenbruch. Früher dachte ich, es gäbe Wolkenbrüche nur, wenn die Wolkenkratzer an den Wolken kratzen. Aber dann müßten die ja im flachen Berlin anders heissen....ach ja, natürlich.
Platzregen. Plätze gibts ja genug.

Saturday, August 26, 2006

Unmessbar

Ich hab ja neulich beschlossen, was gegen meine Rückenschmerzen zu unternehmen. Das heisst, ich bin für kurze und begrenzte Zeit und zu sehr günstigen Konditionen Mitglied in einem Fitness Center geworden, wo ich Rückengymnastik mache und so....
jedenfalls steht am Anfang der Aufnahme ein Fittest, bei dem einem gesagt werden soll, dass man schrecklich unfit ist, teure proteinshakes braucht und mindestens 30 Minuten auf dem Fahrrad fahren soll, das sich nicht bewegt.
Dazu bekommt man einen Gurt umgeschnallt, der die Körperfunktionen misst, während man strampelt.
Irgendwie zeigte das Gerät bei mir nichts an. Dafür spielten sämtliche Pulsmesser an den Geräten um mich herum verrückt. Wir versuchten ein anderes Messgerät. Ohne Erfolg. Ich blieb weiterhin scheintot, die Fremdgeräte zeigten weiterhin gespenstische Zahlenfolgen. Fast wie in einem seltsamen Horrorfilm, könnte der Anfang eines Stephen King Romans sein (ich bekomme 20% Stephen!).
Man vermutete einen Defekt, ich musste nochmal kommen.
Inzwischen, drei Termine, 5 Versuche und 4 Trainer später wurde eine Unschuld der Geräte und eine psychokinetische Verantwortlichkeit meiner Person beschlossen.Man begrüsst mich im Studio mit grosser Reserviertheit und vermeidet jeden unnötigen Kontakt. Ich glaube die sind jetzt auch froh, dass ich nur so einen sehr kurzen Vertrag abgeschlossen habe....

Thursday, August 24, 2006

Top Ten Brecht

1. Die heilige Johanna der Schlachthöfe
ein so schöner Name.....
2. Geschichten vom Herrn Keuner
3. Das Leben des Galileo Galilei
4. Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
5. Die sieben Todsünden (Marianne Faithfull singt Kurt Weill)
6. Die Maßnahme
7. Brechts Antigone des Sophokles.
8. Die Dreigroschenoper
9. Die Gedichte
Und das hier kenn ich nicht, aber ist gerade erst wiederentdeckt worden....
ist das 10.?
Die Judith von Shimoda

Wednesday, August 23, 2006

Dreigroschenoper

Ich bin jedenfalls froh, dass es nicht gebrannt hat. Den Admiralspalast zu verlassen dauert länger als Hähnchen grillen, wahrscheinlich wäre man am Ausgang schon gut geröstet.
Das Schlangestehen am Ausgang ist beunruhigenderweise eine der intensivsten Erinnerungen des Abends. Wahrscheinlich weil nur hier eine gewisse Emotionalität zu spüren war, eine Mischung aus Ehrgeiz, Ungeduld und allgemeiner Verunsicherung.
Also irgendwie hätte ich mir das Ganze anders gewünscht, ich bin ja bekennender Brecht-fan, immer noch. Vielleicht stört es mich deswegen so, dass alles so relativ emotionslos heruntergebetet wurde.
Ist es möglich, dass ein Schauspieler andere Schauspieler einfach nicht führen kann? Also in diesem Fall Brandauer, den ich ehrlich gesagt viel lieber AUF der Bühne als hinter den Kulissen gesehen hätte. Auch die Sache mit dem Gesang ist schwierig, natürlich kann es cool sein, wenn man Sachen nicht singt sondern brüllt. Aber eigentlich nur dann, wenn man sie auch singen KÖNNTE. Das permanente Oktavengewechsele macht auch nicht den Eindruck als sei es gewollt. Natürlich ist die Musik dissonant, aber die Dissonanz wurde nicht gewürdigt sondern als Entschuldigung missbraucht.
Prinzipiell war nichts an der Aufführung falsch, es war aber leider auhc nichts richtig. Die Handlungen schienen allesamt unmotiviert, die Gimmicks zufällig und die politischen Aspekte gingen irgendwie verloren.
Überhaupt ging viel verloren auf dieser Bühne, die konstant zu gross für die Schauspieler schien.
Es gab in den 150 Minuten keine Pause, ich glaube viele wären gegangen.
Vielleicht hätte es mir besser gefallen, wenn ihc das Stück nicht gekannt hätte. So wusste ich ja schon was passiert und die Aufführung reichte einfach nicht mich weitergehend zum Nachdenken zu bewegen.

Tuesday, August 22, 2006

Käsefaden verloren

Jetzt bin ich endlich Ikea Familienmitglied und hab gar keine Zeit hinzufahren diese Woche....
Dabei hätte ich so wahnsinnig gern Frühstück gehabt. So gern, dass ich einen Käsevorstoss wagte. Ja, der Käse. Es ist also so weit. Wollte besonders geschickt vorgehen und das schreckliche mit dem anderen Nahrungsmittel in meiner Küche kombinieren, einer Maggi Nudelsuppe. Der Käse verhielt sich in der heissen Suppe wie ein Stein und sank auf den Tellergrund. Bzw, er schwamm floßartig für etwa eine Sekunde, dann steinartig nach unten und weg. Er hatte aber auch Löcher, es verwundert alles eigentlich nicht.
Rettungsaktionen waren erfolglos, er hatte sich inzwischen in Schlamm verwandelt, ein paar Käsefäden zog ich noch empor, dann gab ich auf.
Und so schuf ich ein neues Berliner Biotop....
Ich muss los, hoffentlich ist da ein Bäcker irgendwo. Mal schaun was sich in der Suppe bis heute Abend angesiedelt hat.

Monday, August 21, 2006

Manchmal muss man es einfach nur aussprechen

Heute war meine Ikea Family card im Briefkasten. Mit einem Brief: Willkommen in der Familie :-)
Vielleicht ist morgen auch ein Klavier im Briefkasten?

Sunday, August 20, 2006

Wunsch

Ich hätte so gern ein Klavier.

Das Buch, das mir entfallen war

Ich wollte eigentlich neulich auf dieses Buch hinweisen. Ganz faszinierend und vielleicht eben doch zukunftsweisend.
Segen der Erde.

Johanna vs. Deutscher Sonntag

Ich war so unglaublich produktiv heute, man sollte es gar nicht glauben, denn ich bin noch nicht angezogen oder sonst was. Und selbst die Sabotageversuche einer Dozentin einer Deutschen Hochschule können der WEiterentwickelung meiner Sonntags-Produktivität kaum ernstlich schaden.

Saturday, August 19, 2006

Familie

Vor einiger Zeit habe ich den Entschluss gefasst, ein Mitglied der Ikea Famile zu werden. Jetzt warte ich seit Wochen auf das versprochene blaugelbe Kärtchen, das mich dann für einer kostenlose zweite Papiertüte und preisreduzierte Köttbullar qualifiziert. Aber bisher noch keine Meldung, nicht mal ein Katalog. Ich fühle mich ausgeschlossen. Meine Wahlfamilie will mich nicht. Oder ist es ein raffiniertes Marketing, das die Leute ansprechen soll, die niemals einem Club beitreten würden, der Leute wie sie als Mitglieder akzeptieren würde? Haben wir alle Ikea unterschätzt?

Friday, August 18, 2006

So viele Möglichkeiten

Es gibt so viele Möglichkeiten. Was alles passieren könnte.
Zum Beispiel könnte es sich begeben, dass ein Asiate in Deutschland einen Reiskocher kaufen will. Er spricht kein deutsch und kauft versehentlich eine Friteuse. Es ist ihm wegen der fehlenden Sprachkenntnisse zu mühsam, das Gerät umzutauschen und er hat kein Geld für ein anderes. So beginnt er statt Reis, viel fritiertes zu sich zu nehmen und zuzunehmen. Und stirbt jung an einem Herzinfarkt oder vielleicht wird er auch alt und vielleicht wäre Reis ja auch nicht gesünder.
Man könnte so vieles tun. Einer Wand die Zementpickel ausdrücken oder subversiv Erbsen in Asphaltrisse legen.

Es ist arrogant anzunehmen, dass es nur unsere Wirklichkeit gibt.

Ich hätte gerne sehr grosses Papier. Dann könnte ich mich zumindest um meine eigene kümmern.

Berliner Nachtleben

Sehr schön begann der Abend bei einer Origami Ausstellung im Less Rain Basement. Alles wurde deutlich seltsamer als ich mich überreden liess zu einer Szeneparty im Bungalow mitzukommen. Keine Bezeichnung könnte dem Gebäude ferner legen als Bungalow, aber das ist sicher ein Teil des Konzeptes.
Schöne junge Menschen labten sich recht still in stilvollen weissquadrierten Räumen. Alle sehr still und alle sahen irgendwie gleich aus, bisschen dünn, bisschen blass. Fast ein bisschen wie Krankenhaus mit all dem Weiss, auch die Kellner hatten sowas von Pfleger. Selbst das Treppenhaus hatte sowas von Institution.
Ich entliess mich frühzeitig selbst und ging nach Hause.
Leider hat mein Nachbar über mir gerade eine private Veranstaltung mit viel Bass. Ich fürchte er singt auch selbst. Und es scheinen mehrere Elefanten in der Wohnung zu sein.Irgendetwas fällt öfter schwer. Ich befürchte Risse in meiner frisch renovierten Decke, es hat schon bedenklich geknackt. Klopfen und Klingeln meinerseits werden ignoriert. Ich beginne, die Bewohner der Wohnung zu hassen. Hört das denn nie auf? Wir sind doch hier nicht in New York.

Wednesday, August 16, 2006

Niemals während eines Gewitters duschen



Erinnert mich an Struwwelpeter
Passiert zwar recht selten, aber kommt doch vor. Man kann das auf dieser Seite verfolgen.

Aber warum ändern?

Das mit dem Essverhalten ändern lass ich vielleicht doch, bei meinem typischen Wassereis/Espresso-Sommerfrühstück las ich gerade, daass es vielleicht gar nicht so verkehrt ist sich Kaffee auf die Miroben zu kippen.

Tuesday, August 15, 2006

Andererseits

Andererseits, was ist schon Ernährung? Offenbar gibt es Hinweise: nicht Disziplinmangel sondern Mikroben sind schuld! Das hört man doch gern...

Pläne

In Ermangelung von Ernährungsplänen wurde der Beginn meiner Ernährungsumstellung vertagt. Alles ist gut. Müsli ist ja schon weg. Käse, so freue ich mich zu berichten, immer noch da.

Umstritten

Das Holocaust Mahnmal ist mit Abstand einer meiner liebsten Aufenthaltsorte in Berlin. Kritikpunkt und Vorzug ist die Gestaltung, die alles offen laesst, also jede Interpretation.
Gestern traf ich einen kleinen Buben dort, mitten zwischen den Stelen.
"Haben Sie eine grüne Tochter gesehen?" fragte er. In der Hand hielt er ein Plastik funkgerät. Ich verneinte. Er ging weiter.
Dem aufgeregten Kreischen nach zu urteilen traf er die grüne Tochter wenig später weiter nordwestlich an.
Es gibt nicht viele Orte in Berlin wo die Stimmung konstant so gut ist wie hier. Zumindest meine.

Monday, August 14, 2006

Buecher

John Hawkes The Lime Twig
Djuna Barnes Nightwood
Gertrud Stein Tender Buttons
Joris-Karl Huysmans Gegen den Strich.
George Bataille Histoire De L'Oeil

Sunday, August 13, 2006

Trinkverhalten

Ich hab jetzt doch getrunken. Muss ich jetzt sterben? Jedenfalls muss ich jetzt gehen, im Zweifelsfall explodiere ich dann in einer Friedrichshainer Wohnzimmerkneipe. Mag sein, dass das die Kaufbarkeit der Einrichtung relativieren wuerde.

Essverhalten

Ab morgen aendere ich mein Essverhalten. Trennkost, Rohkost, Atkins, Brigitte Diaet oder irgendwas. Hauptsache irgendwie organisiert und gesund. Organisiertes Erbrechen faellt mir gerade ein, wie bloed, muss ich gleich wieder vergessen. Ein Essplan muss her, mit Einkaufsliste und ohne Kaese. Wird strikt befolgt. Wo krieg ich das her, schnell, jetzt, bevor ich das Muesli verdaut habe und mich besser fuehle?

Operation Kaese

Operation Kaese ist weiterhin erfolgreich. In einem Anfall unbezaehmbarer Fresslust riss ich die Packung auf, griff mir eine Scheibe (sehr huebsch, wie die Scheiben mit folie getrennt sind, beeindruckendes System) und kam sofort wieder vom Kaese ab....
Allerdings nicht vom Essen, was sich notgedrungen in der Einverleibung einer nicht unbeachtlichen Menge trockenen Mueslis und etwa einem halben Glas Marmelade aeusserte. Ich hab jetzt grossen Durst, aber trau mich nicht zu trinken. Ich erinnere mich dunkel an die Geschichte von der Foltermethode, wo Menschen trockenes Getreide eingetrichtert wurde und dann Wasser. Dann quoll das Getreide auf und der Magen explodierte. Muss ja nicht sein. Diese seltsame Form der Selbstfolter ist bestimmt meine ganz persoenliche Essstoerung.
Operation Kaese ist schuld, war ja nix da sonst. Operation gelungen, Patient tot.
Ich hab Durst. Mir ist schlecht. Ich bereue. Ehrlich.

Wichtel

Sah mich gestern auf Video. Ich sah aus wie ein Wichtelmaennchen. Daraus schliesse ich auf eine Zukunft als Kraeuterweiblein, so ein kleines wuseliges mit krummem Ruecken und wirrem Haar. Man koennte zum Friseur gehen. Man koennte auch mal wieder zu diesem Rueckenhaltungsschaedenpraeventionskurs gehen.
Aber selbst Schuld. Man muss sich ja nicht direkt neben Leute stellen, die Deutschen Eichen gleich, so gross und gerade, steil aus dem Videorahmen streben.

Saturday, August 12, 2006

Fluessigkeiten

Ist Nasenspray auch Fluessigkeit, die man nicht mehr ins Flugzeug mitnehmen kann?

Friday, August 11, 2006

Strategisch einwandfrei

Ich habe einen neuen Plan entwickelt, der meinen Kuehlschrank attraktiv gefuellt halten wird. Im Augenblick behelfe ich mir noch mit diversen leeren Plastiktueten und leeren Behaeltern. Das wirkt gleich viel sympatischer als so eine Leere und irgendwo muss man das Zeug ja sowieso aufheben. Aber genialerweise habe ich gerade Schnittkaese erstanden. Und zwar hasse ich Schnittkaese wie die Pest, schon immer. Das Zeug ist bis Mitte Dezember haltbar und macht sich sehr professionell als Kuehlschrank Inhalt.
Und im Notfall muss ich das eben essen. Es ist eine Form von Pseudomasochismus, glaube ich. Nachher kaufe ich vielleicht noch eine Dose Leberwurst und stell sie daneben.

Wahl

Mit grosser Aufregung oeffnete ich vorhin meine Wahlberechtigung, die im Briefkasten lag. Mit stolz erkenne ich:
Ich bin ein Buerger! Ich bin ein Berliner! Ich bin Wahlberechtigt!
Was genau ich waehlen darf werde ich bis zum 17.9. sicher auch noch rausgefunden haben....
Allerdings nicht, wenn ich nicht mein Verkehrsverhalten aendere. Gerade heute lege ich ein sehr undeutsches und gefaehrliches Verkehrsverhalten an den Tag, fuer das ich mich vorsichtshalber bei allen Berliner Verkehrsteilnehmern schon mal entschuldige. Falls ich meinen naechsten Fehltritt nicht ueberlebe.

Island

Gestern abend wurde in den Kunstwerken noch Videokunst aus Island gezeigt. Man gewann den Eindruck, dass in Island nicht allzuviel los ist...

Thursday, August 10, 2006

Ein besseres heute

Ich hatte letzte Woche Nachrichten, die mich schwer mitgenommen haben und die weitreichende Konsequenzen fuer mein ganzes Leben haben koennen. Ich war tagelang in einem Schockzustand, der sich am Wochenende in Verzweifelung verwandelte. Gestern Mittag hatte ich einen absuluten Tiefpunkt erreicht und ich erwaehne das alles auch nur, weil es mir heute besser geht.
Ich habe ploetzlich wieder Hoffnung.
Es gibt soviel gutes in meinem Leben. Ich habe es geschafft, ein antikes ca 2 kg schweres Mobilfunkgeraet zu entsperren und telefoniere jetzt mit Aldi besser und guenstiger. Ich hatte ein sehr nettes Treffen mit einem Bekannten aus New York mit dem das Reden leicht war. Mein dysplastisches Muttermal ist entfernt und dysplastisch, und wenn ich so eifrig welche produziere uebernimmt die Kasse vielleicht sogar die Vorsorgeuntersuchungskosten. Die deutsche Sprache ist wunderbar, man kann die schnsten Worte kreieren. Reisekostenruecktrittsversicherung, ein neues Lieblingswort.
Vorhin erstand ich auf dem Markt einen Apfel namens Hanna. Er war sehr lecker und existiert nicht mehr. Der Himmel ist verhangen und mir geht es besser.

Tuesday, August 08, 2006

Waschen

Nachdem ich bereits wiederholt Unterwaesche nachkaufen musste, ging ich heute endlich doch zum Waschsalon. Auf dem Weg traf ich Deathless Freunde, die mich warnten, der Besitzer des Waschsalons sei psychotisch. Und habe inzwischen einen zweiten, noch irreren und sehr aggressiven Zwilling angeheuert. Das gab mir zwar zu denken, aber ich war schon auf dem weg und es mangelte stark an Alternativen. Inzwischen ist die Wsche auch gewaschen, aber ich muss zugeben: Etwas seltsam war es dort tatsaechlich. Nicht nur, dass der Besitzer mit dem Rumpelstilzchen Reim auf den Lippen durch den Waschsalon huepft. Er sieht auch aus wie Rumpelstilzchen. Als ich meine Waesche aus dem Trockner holte, etwa 3 Euro spaeter, fragte er ob es schoen trocken sei.
Naja, geht so. Nicht wirklich.
Und das war die Wahrheit.
Aha, meinte er, Sie haben so viele Jeans. Und verschwand beleidigt, waehrend ich meine einzige Jeans zusammenlegte.
Aber sonst war alles normal, inklusive obligatorischem 30% Sockenschwund.

Sprachliche Feinheiten

Nachdem ich inzwischen nur noch auf dem Kopf sitzend laenger als 5 Minuten konzentriert arbeiten kann, war ich heute in einem Rückengymnastikkurs. War bestimmt auch toll für den Ruecken, aber vor allem fiel mir die Überlegenheit der englischen Sprache im Unterricht auf.
Und zwar sagte die Leiterin "du".
Sie sagte "Du", schaute mich aber nicht an und meinte wohl gar nicht mich, sondern wahrscheinlich alle. Das "du" wirkte seltsam fehl am Platz, ein "ihr" oder "Sie" oder "man" wäre vielleicht besser gewesen. Und da fiel mir auf:
Das englische "you" steht für alle diese. Und wenn man das eine meinte, aber das andere sagte kann man sich trotzdem noch rausreden und es muss keiner wissen. Welch schöner Umstand.

Saturday, August 05, 2006

Der Herbst

Ich sage ja schon seit Wochen, dass der Sommer sich dem Ende zuneigt. Als es noch 40 Grad war wollte ja keiner hoeren, jetzt wo es regnet sind die Menschen weniger vorlaut. Ausserdem dem Ende zu neigt sich die neueste Now Show saison, man sollre noch schnell mal reinhoeren.

Mahlerei

Der Mensch ist ein Wunderwerk. Wachte nachts auf und entfernte aus meiner Mundhoehle groessere Stuecke Plastiks, die ich vermittels 3monatiger Mahlerei erfolgreich vom Rest meiner Knirscherschiene getrennt hatte. Man haette ja auch ersticken koennen. Macht man interessanterweise aber nicht, ausser in Jimi Hendriks artigen Situationen.
Allerdings wird es Zeit fuer eine Ersatzschiene, vermute ich.

Friday, August 04, 2006

you get what you pay for

Als ich letztes Jahr noch dachte, ich sei nur kurz und voruebergehend in Deutschland kaufte ich ganz schnell das billigste prepaid Handypake. Wenn man nur etwa 5 Anrufe machen und ein paar empfangen will eine tolle Angelegenheit. WEnn man allerdings tatsaechlich ein Telefon braucht, selbst nur gelegentlich, so zahlt man sich mit diesem Geraet dumm und daemlich. Ich glaube niemand telefoniert unguenstiger als ich. Das dazugehoerige Geraet ist natuerlich gesimlocked, was man in London fuer ca 5 Pfund beheben lassen kann. Hier eher nicht.
Mein koreanisches Handy hat keine Karte sondern einen Chip, also auch keine Option.
Ich bin fast versucht ein Handy bei ebay zu ersteigern, ihc hab allerdings Sorge, dass ich mich damit in den Kreis der Ebay-junkies begebe, die naechtelang Dinge ersyeigern, die sie nie gebraucht haben. Aber jetzt, da meine prepaid Karte zum 500sten mal aufgeladen werden will, mag der Leidensdruck diese Bedenken uebertreffen.
So ein quasi handyloses Dasein hat ja auch auf das Sozialleben ganz grossen Einfluss. Andererseits ist es natuerlich auch eine tolle Ausrede, wenn man nicht anrufen will.
Vielleicht sollte ich das ganze doch nochmal ueberdenken.

Tuesday, August 01, 2006

Der Weg zum Glück

Unwissentlich habe ich mit meinen spontanen Kräuterkäufen der letzten Tage offenbar den Weg zum Glück eingeschlagen. Wobei ich bereits am zweiten Tag nach Pflanzung bedenkliche Rückschläge im Gärtnererfolg einstecken muss....
Aber am Ende geht es darum vielleicht gar nicht.

1. Plant something and nurture it
2. Count your blessings - at least five - at the end of each day
3. Take time to talk - have an hour-long conversation with a loved one each week
4. Phone a friend whom you have not spoken to for a while and arrange to meet up
5. Give yourself a treat every day and take the time to really enjoy it
6. Have a good laugh at least once a day
7. Get physical - exercise for half an hour three times a week
8. Smile at and/or say hello to a stranger at least once each day
9. Cut your TV viewing by half
10. Spread some kindness - do a good turn for someone every day

Ich fang schon mal an, mit Nummer 2, damit ich bis zum Abend 5 beieinander hab.

Also doch Dänemark

Eine nicht uninteressante Studie mit sehr aufschlussreicher Karte.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/5224306.stm