Wednesday, September 20, 2006

Das Leben der Johanna

In einem Anfall von Modebewusstsein oder einfach nur auf der Flucht vor kreischenden Maedchen, die bei mir um die Ecke Tokio Hotel auflauern, begab ich mich in ein Kleidergeschaeft und beschloss, eine Jacke anzuprobieren. Sah ganz gut aus, aber ich war doch sehr abgelenkt von solchen Aeusserlichkeiten von einen immer intensiver werdenden Schmerz in meinem Arm. Ich zog die Jacke aus und dann auch gleich einen pulsierenden Insektenstachel aus meinem Arm. Die Jacke war "made in China". Ich legte den Stachel der Verkaeuferin auf die Theke und fragte, ob es sich um einen gefaehrlichen chinesischen Insektenstachel handeln koennte. Unschluessig betrachtete sie ihn und meinte:"Jedenfalls ist er noch ganz frisch, er bewegt sich noch." Ach! Ein junger Verkaeufer sagte:"Also ich bin ja auch kein Biologe....."
Ich verliess den Laden (ohne die Jacke zu kaufen) und nahm, weil in Schockzustand, an einer Marktstudie im Laden nebenan teil. Immer wieder schweiften die Augen der Interviewerin auf meinen rapide anschwellenden Arm. Sie sagte: "In Australien hatte ich das auch mal. Das waren....Schwanzen oder so." Ich gab mich tapfer und nahm dankbar die Schokolade entgegen, die es fuer die Teilnahme gab. Das half.
Mein Arm ist inzwischen recht gleichmaessig geschwollen, da ich noch tippen kann gehe ich davon aus, dass ich ueberleben werde.
Jetzt muss ich nur noch verstehen, was das Schicksal mir mit diesem Wink sagen wollte.

4 Comments:

bronte said...

der rachefeldzug der killerbiene rambo?

7:01 PM  
Johanna said...

Es stand kein Name auf dem Stachel.
Troestlich nur, dass das Vieh ja dann auch sterben muss....auch

11:47 PM  
Scayla said...

ich tippe auf ein exemplar der konsum(zwang)verzichtshornisse.

5:12 PM  
Johanna said...

wenn es endlich aufhoert zu jucken hoer ich vielleicht auch auf zu konsumieren.....Deal?

12:10 AM  

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