Sunday, January 29, 2006

Heilstheorien

Allmählich hab ich es echt satt mit dem Krank sein. Immer wenn ich denke es wird besser, wechselt das Krankheitsbild in Wirklichkeit nur die Erscheinungsform. Eine lustige Wanderung, die mir Existenz und Standort noch der Geringsten meiner Schleimhäute, Lymphdrüsen und Gefässe nahebringt. Hätte mich doch für ein Medizinstudium entschieden, einen besseren Unterricht könnte man sich wirklich nicht wünschen.
So eine schleppende Krankheit beeinträchtigt wirklich alles, nicht zuletzt auch das Äussere. Mal ganz abgesehen vom eingerissenen Mundwinkel und den geschwollenen Beulen auf der Stirn, wo offenbar irgendetwas in meinen Nebenhölen ins Freie sich drängt, musste ich auch ein Friseur-Treffen mit Juli absagen, denn ich kann leider meinen Kopf gerade in sehr wenige Richtingen beugen...
Das bedeutet, dass ich aussehe wie Pumuckel, dank der enormen Stehkraft meiner Haare.
Eine Bekannte riet mir zu Homöopathischen Massnahmen. Ich bin da ja ein bisschen skeptisch.
Es verhält sich offenbar so, dass die nicht ganz günstigen homöopathischen Heilmittel bei einer Verdünnung von 1 : 1 Million,einem doch sehr unwirtschaftlich erscheinen können. Ich bin mir sicher, dass damals bei der Entwickelung dieser Heilmethode das ganze Konzept als revolutionär und menschenfreundlich mit offenen Armen empfangen wurde, einfach nur weil bei dieser Heilmethode viel weniger Patienten an den Folgen der Behandlung starben....
"Operation gelungen, Patient tot"
Eine ganz besondere und in der Schulmedizin nicht ungewöhnliche Form der Heilung.
Kommt in der Homöopathie wohl eher seltener vor. Ihr durchstudiert die groß’ und kleine Welt, um es am Ende gehn zu lassen, wie’s Gott gefällt So ist es in der Schulmedizin ja auch und oft ist dann die Behandlung das Schlimmste. Trotzdem muss ich morgen glaub ich mal zum Arzt. Meine Lage ist eindeutig jenseits von Globuli und wenn ich nichts unternehme wird aus Pumuckel noch Rapunzel, vertikal verkehrt....wenn's Gott gefällt.

5 Comments:

LitTalk said...

Hallo Johanna,

geh doch zum Arzt! Anmerkung: ich weiß schon keine Krankenkasse.
Nicht dass es dir wie in dem nachfolgenden Joke ergeht:

Eine Gerippe betritt das Sprechzimmer. Da meint der Doktor lakonisch: "Aha, sind wir ein bisserl zu spät dran."

Liebe Grüße
Tasso J.M.

10:00 AM  
Regina said...

Wenn die klassische Homöopathie, von der du sehr wenig zu wissen scheinst (aber das lässt sich ja ändern - ich borge dir gerne ein paar Bücher), eine sehr grosse Skeptikerin und ab Taille vollständig Gelähmte (inkomplettes Querschnittssyndrom) wieder auf die Beine bringt, dann werden ja wohl deine paar "Zipperlein" keine unüberwindbare Hürde sein, auch bei dir eine Heilung zu bewirken! ;-)
Man muss nicht daran glauben, es wirkt trotzdem!
Energische Grüsse
von einer "Bekehrten"

1:10 PM  
Johanna said...

Regina, manchen hilft Homöopatie sicherlich. Mir hat sie bisher nicht geholfen. Schulmedizin oft auch nicht. Aber Potential hat sicher alles, es freut mich, dass es bei dir so gut funktioniert hat.

11:45 PM  
Regina said...

nach der selbstdiagnose oder diagnose von halbwissenden ärzten oder heilpraktikern -die sich nur so nebenbei u. a. mit homöpathie beschäftigt haben-, mal eben ein paar globuli zu schlucken "gegen etwas" (husch husch krankheit, verschwinde -das prinzip der allopathie), das hat nicht im geringsten etwas mit der homöopathie zu tun! die anamese sollte man nur einem arzt mit der zusatzbezeichnung "klassische homöopathie" (die ausbildung dauert jahre) überlassen! dann funktioniert's auch -die chance ist jedenfalls sehr gross! und diese (preiswerte) möglichkeit, ist selbstredend der pharmaindustrie ein dorn im auge. ;-)
mach doch was du willst -so oder so gute besserung!

3:39 AM  
Johanna said...

Danke, es geht mir heute besser.

8:04 AM  

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