Thursday, October 20, 2005

Weiterentwicklungen

Inzwischen tut mein Hals fast gar nicht mehr weh, dafür kann ich aber jetzt nicht mehr atmen. Zumindest nicht durch die Nase. Immerhin, eine Weiterentwickelung.
Ansonsten wollte ich heute eigentlich verschiedenen Vorlesungen beiwohnen, musste aber herausfinden, dass die erst nächste Woche beginnen, ein richtiger Student hätte das sicher gewusst. Stattdessen wollte ich mir Schuhe kaufen, kam aber nur bis zu einem Buchladen, wo ich dann abgelenkt wurde und mir Das Dreissigste Jahr gekauft habe. Ingeborg Bachmann ist schon genial, die Erzählung ihr glücklichen Augen hat mich neulich im Zug zum weinen gebracht (allerdings war es auch erst 4 Uhr früh...). Die Frau sieht auch so schlecht, die Frau in der Erzählung.
Das Dreissigste jahr jedenfalls, weil ich ja auch 30 bin und hab mal reingelesen:

Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen. Er selber aber, obgleich er keine Veränderungen an sich entdecken kann, wird unsicher; ihm ist, als stünde es ihm nicht mehr zu, sich für jung auszugeben. Und eines Morgens wacht er auf, an einem Tag, den er vergessen wird, und liegt plötzlich da, ohne sich erheben zu können, getroffen von harten Lichtstrahlen und entblößt jeder Waffe und jeden Muts für den neuen Tag.

Und das ist erst der Anfang, ich weiss inzwischen, da kommt noch mehr. Lesen und schreiben und Literatur Uuberhaupt ist so schön, ich mache schon wieder ganz neue Pläne. Aber Plan für morgen erst mal: Auf zu Julies Lesung

0 Comments:

Post a Comment

<< Home